Politische Konsequenzen nach ADAC-Brückentest
Knapp zwei Monate nachdem der ADAC die Ergebnisse seines ersten Brückentests vorgestellt hat, befasst sich am heutigen Mittwoch (19. September 2007) der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags mit der Sicherheit von Brücken. Zur Diskussion steht ein Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Verkehrsausschuss über Konsequenzen aus der Untersuchung.
Das Verkehrsministerium fordert die Bundesländer auf, ihre Aufsichtspflicht bei Brücken besser als bisher wahrzunehmen und sicherzustellen, dass erkannte Mängel zügig beseitigt werden. Darüber hinaus will sich das Ministerium dafür einsetzen, dass die Norm für Brückenprüfungen DIN 1076 auch auf kommunaler Ebene verbindlich angewendet wird. Sie sieht eine regelmäßige Überprüfung der Brücken vor. Auch der Forderung des ADAC nach Bereitstellung ausreichender Mittel für den Unterhalt und die Mängelbeseitigung in den kommunalen Etats schließt sich das Bundesverkehrsministerium an.
Beim ersten ADAC-Brückentest im Juli 2007 waren 50 Überführungen in 13 deutschen Städten auf ihren Zustand überprüft worden. Dabei fielen fünf Testkandidaten glatt durch, eine Brücke wurde noch am Tag der Untersuchung gesperrt. Bei einigen Brücken fanden die Tester heraus, dass in den vergangenen 20 Jahren keine Hauptprüfung vorgenommen worden war. (ar/nic)
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21. September 2007 – 22:18